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Ein Missionar sucht monatelang nach einem Wort für “Glaube” in der Papuasprache. Eines Tages kommt ein Eingeborener zu ihm und sagt:
“Du erzählst uns von Jesus und sagst, er sei für uns
gekreuzigt und auferstanden. Hast Du Jesus gesehen?”
“Nein”. “Bestimmt aber dein
Großvater!” “Auch nicht.” “Dann lebt Jesus gar nicht in deiner Heimat, woher weißt du dann, daß Jesus lebt?” Unterdessen hatte sich eine Wolke vor die Sonne geschoben. “Siehst
du die Sonne?” fragte der Missionar. Der Mann schüttelte den Kopf. “So ist es auch mit Jesus. Die Sonne scheint, auch wenn du sie nicht siehst. Ich sehe Jesus nicht und weiß doch, daß er lebt!”
Der Mann dachte lange nach, dann sagte er: “Ich verstehe dich. Dein Auge hat Jesus nicht gesehen, aber dein Herz kennt ihn. Mit dem Herzen hast du Jesus gesehen!” Nun hatte der Missionar das Wort für
“Glaube” gefunden:
“Jesus mit dem Herzen sehen.”
Aus der Bergpredigt: “Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!” (Johannes 20, 29)
(aus Axel Kühner, Überlebensgeschichten für jeden Tag,
Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 19. Auflage 2012
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