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All deine Kraft soll wiederkehren, als sprudelnder Urquell dich laben. Die widersprüchlichen Winde verstummen, dein ureigenes Angesicht leuchtet auf. Neues
Leben erwächst dir aus altem, stimm an dein versunkenes Lied.
Vorbei sind die Kilometer der Angst, vorbei ungezählte Einsamkeitsmeilen. Kehr heim an den Ort deiner tiefsten Wurzeln, denn aus der
Schwäche hast du Stärke gelernt. Winde und Lüfte werden beten, wenn du singst dein versunkenes Lied.
Laß heimwärts schwimmen deine Seele, denn angebrochen ist die Heilige Zeit. Steig jubelnd empor
die steinernen Stufen hinauf bis zur Hohen, Heiligen Stadt. Weit öffnen sich ihre Tore für dich, der du heimkommst aus staubiger Zeit.
Wahr soll werden dein großer Traum, entsteigen für immer
sollst du der Nacht. Ich war mit dir, als blind deine Augen, als dein Fluß seine dauernde Sehnsucht verströmte. Ich blickte dich an aus der Erdentiefe und schaute auf dich aus dem Firmament.
Reich
mir die Hand aus der tiefen Zeit des verflossenen Suchens und Leidens. Lausche dem knisternden Ruf der Befreiung deiner erlösten Vergangenheiten. Ich breite meine Arme nach dir aus, denn dein Inneres
hat seine volle Gestalt.
(Marianne Sedivy, mit freundlicher Genehmigung)
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