Der Glaube tröstet,
wo die Liebe weint
.

 

    Im Dunkel der Trauer um unsere Lieben
    ist die Erinnerung das Licht,
    das leuchtet und wärmt und tröstet.
    (Irmgard Erath)

     

Die Gedanken der Erinnerung
bilden eine Brücke
über das Leben hinaus.

(Michael Plener)


    Ich werde sie trösten;
    ich verwandle ihre Trauer in Jubel;
    ihren Kummer in Freude.

    (Jeremia 31,13)

     

Auferstehung ist unser Glaube,
Wiedersehen unsere Hoffnung.
(Augustinus)
 

Gott
hat doch früher schon in mancher Not und Traurigkeit über uns die Flügel gebreitet.
Er hat uns nicht allein gelassen.
Er hat uns die Kraft gegeben,
mit der Wunde im Herzen fröhlich zu sein.
Und dieser alte Gott lebt noch.
(Otto Diebelius)

    Siehe, um Trost war mir sehr bange.
    Du aber hast dich meiner Seele
    herzlich angenommen.
    (Jesaja 38, 17)


    Gott wird alle ihre   Tränen abwischen.
    Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit,
    keine Klage und keine Quälerei mehr.
    Was einmal war,
    ist für immer vorbei..
    (Offenbarung 21,4)
     

Trösten ist eine Kunst des Herzens.
Sie besteht oft nur darin,
liebevoll zu schweigen und
schweigend mitzuleiden.

(Otto von Leixner)

 


    Das einzig Wichtige
     im Leben
    sind die Spuren
    der Liebe,
    die wir hinterlassen,
    wenn wir weggehen.
    (Albert Schweitzer)
     


Menschen, die aus der Hoffnung leben, gehen weiter.

Menschen, die aus der Liebe leben, gehen tiefer.

Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.
(Lothar Zenetti)
 

Nichts tut der Seele besser,
als jemandem seine
Traurigkeit abzunehmen.
(Paul Verlaine)


    Gott nimmt uns die Last
    des Lebens nicht ab,
    aber ER gibt die Kraft zum Tragen.
    (Joh. Henry Newman)

     


    Ich gehe weiter,
    nur ein wenig weiter,
    geh in Gottes Freude,
    geh in Gottes Licht hinein.
    Ich war für ein paar Jahre
    dein Begleiter,
    doch jetzt geh ich weiter,
    um bei meinem Herrn zu sein.


    (Manfred Siebald)
     

Ich bin die Auferstehung
und das Leben,
wer an mich glaubt,
wird leben,
auch wenn er gestorben ist;
und jeder, der lebt
und an mich glaubt,
wird nicht sterben
in Ewigkeit.
(Johannes 11, 25 + 26)

    Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen; man muss es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.

    Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander – wenn auch unter Schmerzen – zu bewahren.

    Ferner: Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

    Man muss sich hüten, in den Erinnerungen zu wühlen, sich ihnen auszuliefern, wie man auch ein kostbares Geschenk nicht immerfort betrachtet, sondern nur zu besonderen Stunden und es sonst nur wie einen verborgenen Schatz, dessen man sich gewiss ist, besitzt; dann geht eine dauernde Freude und Kraft von dem Vergangenen aus.

    (Dietrich Bonhoeffer; Brief an Renate und Eberhard Bethge, Gefängnis Berlin-Tegel an Heiligabend 1943)

    Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. © by Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München