Der Tod ist die Rückseite der Medaille,
    deren Vorderseite Auferstehung heißt.

Wir wollen nicht trauern,
daß wir sie verloren haben,
sondern dankbar sein dafür,
daß wir sie gehabt haben,
ja, auch jetzt noch besitzen:
denn wer heimkehrt zum Herrn,
bleibt in der Gemeinschaft
der Gottesfamilie und ist
nur vorausgegangen.

(Hieronymus)

 

Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt, wird nicht
in der Finsternis wandeln
sondern er wird das Licht
des Lebens haben.
(Johannes 8,12)

 

    Die dunkelste Stunde
    ist dicht vor Tagesanbruch.
    (Hudson Taylor)


    Wir vergessen zu häufig, dass die ganze Größe Gottes in der Filigranarbeit persönlicher Tröstung und persönlicher Sorge ruht und dass Gott nirgends größer ist als in all den Kleinigkeiten, mit denen Er all deine Kleinlichkeiten heilt, wendet und endet.
    (Hermann Bezzel)

 


    Die Zeit, Gott zu suchen,
    ist dieses Leben.
    Die Zeit, ihn zu finden,
    ist der Tod.
    Die Zeit, ihn zu besitzen,
    ist die Ewigkeit.
    (Franz von Sales)
     


Flucht vor dem Tod
(ein orientalisches Märchen)

Ein Händler gab seinem Diener den Auftrag, auf dem Markt einzukaufen. Als der Diener dort ankam, traf er den Gevatter Tod. Erschrocken rannte er zu seinem Herrn zurück und sagte: Ich bin dem Gevatter Tod begegnet. Ich habe große Angst vor ihm. Bitte, laß mich doch das schnellste Pferd satteln und nach Hause nach Samarra reiten!
Am Nachmittag ging der Händler selbst auf den Markt und traf auch den Gevatter Tod. Vorwurfsvoll fragte er ihn: “Warum hast du meinen Diener so in Angst versetzt?” Der Tod antwortete: “Um ehrlich zu sein, ich war ganz verblüfft, als ich deinen Diener sah. Ich konnte mir nicht erklären, warum er in Bagdad war, denn heute abend soll ich ihn in Samarra treffen.